Beifang vom 22.09.2017

Nett, die Sache mit dem Primzahlenbeweis. Glatt eine Bildungslücke geschlossen.

In der Kirche, in der ich getauft wurde, kann man sich ein Rettungsboot ansehen, es ist von der Pamir. Das kleine Boot finde ich äußerst unheimlich. Manche Mahnmale lassen einen vollkommen kalt, manche erwischen einen immer wieder. Hier ist die Geschichte dazu.

Beyoncé und Botticelli, Kunst auf Twitter.

Ein Interview mit Jo Lendle über die Literatur und das Lesen.

Archäologie der Gegenwart – die Republik Freies Wendland wird ausgebuddelt.

Zum Jubiläum des “Summer of love” die Frage, ob er sich wiederholen könnte – nein, könnte er nicht. Er würde einfach nicht genehmigt werden. Egal, ich lasse meine Haare dennoch weiter wachsen. Peace.

Und dann noch Guy Garvey: Electricity.

Kurz und klein

Geschenke

Ein kleiner Rückblick auf die Kindergeburtstagsgeschenke. Wir haben die krempelfreieste Saison überhaupt hinter uns, das war sehr angenehm. Beide Söhne haben gerade keine Legophase, sie haben im Laufe des Sommers auch keine andere große Spielleidenschaft entwickelt, da fielen die Wünsche etwas anders aus als sonst.

Sohn I hat sich einer Mode angeschlossen, die in seiner Altersgruppe (Zehnjährige) im letzten Jahr hier im Stadtteil aufkam. Es werden dabei kaum noch Gegenstände, es werden eher Gutscheine und vor allem Aktionsgutscheine gewünscht und geschenkt. Das finde ich großartig, es gab also Kinobesuche und Kletterhallen-Events und einen Besuch in der Goblin-Stadt und dergleichen, das ist mir sympathisch. Wir haben dadurch eine Chance, das Kinderzimmer etwas leerer zu bekommen, dann gewinnen die hochgestapelten Spielvorräte und Bücher darin vielleicht auch wieder etwas an Wert. Na, man hofft so vor sich hin. Einige Restwünsche gingen dann doch noch in Richtung Pokémonzubehör, da habe ich allerdings nicht einmal verstanden, worum es genau ging. Sohn I hat mehrmals versucht, es mir zu erklären, wir haben es irgendwann aufgegeben.

Sohn II hatte außer Monopoly so gut wie gar keinen kindertypischen Wunsch und hat sich lieber mit Gartenbedarf, Pflanzen und Werkzeug eindecken lassen, dagegen kann man natürlich erst recht nichts haben. Er hat jetzt das richtig gute Zeug, ich darf mir vielleicht ab und zu bei ihm etwas Werkzeug ausleihen, etwa den neuen Akkuschrauber, der ist tatsächlich viel besser als meiner. Nichts davon ist kinderoptimiert,er hat jeweils die korrekte Erwachsenenausführung bekommen, und genau die wollte er auch haben. Ich weiß gar nicht, ob es so etwas wie Rosenscheren für Kinder überhaupt gibt, aber es wäre auch nicht mehr richtig gewesen. Bestimmte Interessen erfordern eben ordentliches Zubehör, keinen Spielkram. Und wenn ein Achtjähriger dann eine junge Hortensie als sein schönstes Geschenk bezeichnet, dann kann man auch einmal etwas gerührt sein – schon dafür hat sich die ganze Sache mit dem Schrebergarten für mich übrigens gelohnt.

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Ein neues Spielzeug gab es dann aber doch für beide Söhne, eines, das ich vorher überhaupt nicht kannte, es kommt mir aus verschiedenen Gründen recht empfehlenswert vor. Wobei ich ich gar nicht weiß, an welchem Punkt der Trendwelle wir eigentlich sind, am, Ende hat es jeder schon? Oder ist es brandneu? Ich weise vorher jedenfalls darauf hin, dass das hier keine bezahlte Werbung ist, ich habe mit dem Hersteller keinen Kontakt. Es geht um Perplexus, eine Art Geduldsspielkugel, hier der Wikipedia-Eintrag dazu. Die Dinger kosten um die dreißig Euro und sorgen für stundenlange, hochkonzentrierte Beschäftigung, sie sind bei Kindern manchmal auch ganz gut zum Runterkommen, wie wir jetzt nach ein paar Tagen Testphase wissen.

Die Kugeln sorgen manchmal allerdings auch für Verzweiflung, das aber vor allem bei Erwachsenen, die das “auch mal eben machen wollen”. Mit “mal eben” ist da nämlich gar nichts, das dauert. Erwachsene kommen meiner Beobachtung nach mit diesem Spielzeug überhaupt nicht runter, ganz im Gegenteil. Es wäre gar nicht uninteressant, so ein Ding in Meetings herumzureichen, Wenn Sie in einem jungen und hippen und spaßorientierten Start-Up arbeiten, probieren Sie das bitte unbedingt aus.

Die Geburtstage sind nun schon eine Weile her, der Spielspaß scheint so leicht nicht nachzulassen, die Kugeln sind sicher kein Fall von ex und hopp. Die spielenden Kinder waren hier zwischen fünf und zwölf Jahren alt.

Sohn II: “Das Ding ist sehr cool und sehr schwer, man muss sich höllisch konzentrieren, das macht voll Spaß.”

Sohn I: “Es ist eine Art Beruhigungsspiel. Obwohl noch keiner alle Levels geschafft hat”

Es gibt nur einen Nachteil, den man unbedingt mitteilen muss. Wenn ein Kind in einer ansonsten vollkommen ruhigen Wohnung damit spielt, beispielsweise sonntags um 05:15 – dann ist das penetrante Klackern der kleinen Metallkugel in der großen Plastikkugel auch noch durch drei Türen zu hören, und zwar so laut, als würde sie durch den eigenen Schädel rollen.

Aber sonst wirklich eine super Sache.

Astern

Zu den Pflanzen, die ich in letzter Zeit im Garten verbuddelt habe, gehören naheliegenderweise auch Astern, die gibt es ja gerade quasi an jedem Kiosk. Lilafarbene Astern, lilafarbene Literaturblümchen, denn natürlich sieht man als Möchtegernbildungsbürger beim Verbuddeln von Astern nach oben um zu prüfen, was denn die Götter da nun gerade mit der Waage machen. Sie erinnern sich vielleicht dunkel an Schulzeiten, Gedichtinterpretation, Benn, zehnte Klasse oder so und was will der damit sagen? Schwälende Tage? Hm? Der Lehrer stand und lehnte und sah der Klasse zu.

Klimatisch kommt es 2017 übrigens gar nicht hin, dieses Gedicht zu murmeln, die dort gemeinte zögernde Stunde findet in diesem Jahr einfach nicht statt, so schnell und zügig schreitet das Jahr durch die Wochen. Wir befinden uns vom Wetter her ja schon Ende Oktober, mindestens, da zögert nichts, nicht einmal eine halbe Stunde. Zurückbleiben bitte, der Herbst fährt ein, wir haben eine Fahrplanänderung. Und auch die Rosen bringt man nicht mehr mit Rausch in Verbindung, die Rosen sehen eher so aus, als müsse man sie in Sicherheit bringen, vielleicht mit einer Beschwörung, einem Bann? Die Schwalben sind schon abgereist, die schlauen Biester, die streifen keine Fluten mehr, die sind drüber weg. Und der Sommer steht und lehnt auch nicht, der Sommer steht verprügelt in seiner Ecke und spricht mit seinem Trainer eher lustlos über die nächste Saison.

Was aber doch interessant ist, man kann mit dem Gedicht einen kleinen und lustigen Versuch machen. Dazu müssen Sie nur den Anfang kurz mal sprechen, Sie kennen den ja sicherlich.

Astern

Astern – schwälende Tage,
alte Beschwörung, Bann,
die Götter halten die Waage
eine zögernde Stunde an.

Noch einmal die goldenen Herden – na, und so weiter.

Wie spricht man das? Vermutlich so wie fast alle, mit einer bedeutungsschwangeren Pause nach dem Namen des Blümchen.

“Astern” [*wart*]

Nicht wahr? Die Astern erst einmal einwirken lassen, als würde dem Pflanzennamen schon so viel Bedeutung mitgegeben sein, dass diese Pause da völlig klar ist. Dann überdeutlich und langsam weiter mit den “Schwälenden Tagen”, feinakzentuiert und die Pausen auch vor der Beschwörung und dem Bann nicht vergessen, das ist ja alles wichtig und ernst und irgendwie feierlich, ist es doch.

Wenn man auf Youtube nach dem Gedicht guckt, dann spricht man das da so. Wenn man Freunde spaßeshalber fragt, dann sagen sie den Anfang so auf, denn die Astern dürften zu den bekanntesten Gedichten abseits der Klassik im deutschsprachigen Raum gehören. Alle sind sich einig, wie man das zu rezitieren hat, nur einer macht das falsch, ganz falsch: Der olle Benn.

Der leiert das wie nebenbei und unbewegt runter, als würde er im Radio die Verkehrsmeldungen aus NRW aufsagen. Wie bei Youtube jemand kommentiert hat: “Ich höre seine Stimme gerade zum ersten Mal. Finde sie eher enttäuschend, ein bischen emotionslos. Ganz im Gegensatz zu dem Gedicht selber, das mich tief berührt.”

Setzen, sechs! Emotionsloser Vortrag, vermutlich gar nicht verstanden, worum es geht. Aber wir, wir wissen das, wir machen die Pause richtig, wir sprechen den Titel und den Beginn der ersten Zeile quasi in Fraktur und sechzehn Punkt, damit die Pause auch gerechtfertigt ist, wir machen die Lücke zwischen Beschwörung und Bann schön groß, da passt dann wirklich eine enorme Menge Bedeutung rein, wir machen die Lücke mindestens groß wie ein Pflanzloch, während wir vor dem Beet knien und graben. Denn nur so verbuddelt man Astern angemessen geistreich im Erdreich. Wobei sie bei mir dennoch direkt nach dem Pflanzen den besagten Geist aufgegeben haben.

Nächstes Mal zögernder graben! Egal. Mein grüner Daumen wächst noch.

Beifang vom 16.09.2017

Bei der GLS Bank habe ich drei Links zu sozialen Themen zusammengestellt. Der erste dort geteilte Link hat inhaltlich eine lustige Verbindung zu dem weiter unten bei der Kaltmamsell geteilten Diversity-Artikel.

Ein spannendes Urteil für den Freundeskreis Küste: Strandgebühren gehen so nicht. Hervorragend. Dein Strand, mein Strand, unser Strand.

Die Reinkarnation als unschöne Angelegenheit betrachtet – Wissenswertes über die Drusen. Über die man ja eher gar nix weiß.

Eine Reportage über die Seenotrettung in der Zeit.

Frau Novemberregen über große und kleine Sicherheitsfragen.

Die Kaltmamsell mit lesenswerten Verweisen auf Artikel zu Autoindustrie und Diversity. Ich finde ja bei dem Zeitartikel vor allem das Bild von Katharina Borchert auffällig attraktiv, aber ich bin auch eventuell ein ganz klein wenig voreingenommen, die Älteren erinnern sich. Der Inhalt des Interviews ist aber auch gut, eh klar.

In diesem Text über Theodor Storm ein Hinweis, wie der Schimmelreiter entstanden ist, das wusste ich nicht. Deutlich tiefgründiger die FAZ über Storm.

Und dann noch Turner Cody mit “Memories of you”. Man kann den Herrn übrigens auch auf Spotify komplett durchhören, das mache ich gerade nebenbei, quasi Multitasking.

Beifang vom 13.09.2017

Dieses Interview mit Heiner Geißler aus dem Jahr 2012 fand ich lesenswert.

Ich habe im Kino “Magical Mystery” gesehen und sehr viel Spaß gehabt, hier eine Rezension zum Film. Große Empfehlung! Die neben mir sitzende Isa hat sich auch amüsiert, falls das jemanden unterstützend ermuntern sollte.

Bei der GLS Bank habe ich einige Links zum Thema Innovation zusammengestellt.

Und hier noch ein Hamburger Veranstaltungshinweis mit Buddenbohmbeteiligung.

Ich lese gerade Tom Hodgkinson: „Schöne alte Welt”, übersetzt von Anita Krätzer, ein ganz unerwartet geistreiches Vergnügen, die ersten 30 Seiten bestehen praktisch nur aus literarischen Bezügen und ich nehme an, das geht so weiter. Sehr interessant. Hier eine längere Rezension zum Buch.  

Ach, und wenn ich schon dabei bin: Unerwartet unterhaltsam war auch das Buch über die Prinzessinnengärten, dieses aber nicht mit literarischen, dafür mit soziologischen Bezügen. Wer sich für Urban Gardening und Stadtkultur interessiert – heißer Tipp.


Bill Laws “Geschichte des Gartens in fünfzig Werkzeugen” wiederum ist ein großartiges Buch für Allgemeinbildungsfetischisten und Vokalbelfreaks, man wird darin reichlich fündig:

Und ebenfalls herausragend aus dem riesigen Stapel der von mir verschlungener Gartenbücher waren Eva Demskis Gartengeschichten. Feines Buch, fein erzählt, sehr gerne gelesen.


Die Musik wird allmählich herbstlich trüber, ich passe mich da dem Wetter an: Alexi Murdoch mit “All my days.”

Saisonbloggerei

Es macht ja nichts, dass ich nicht zum Bloggen komme, vermutlich verwandelt man sich als Garteninhaber sowieso und geradezu zwangsläufig in einen Saisonblogger, der nur noch in der dunklen Jahreszeit stoßweise Texte aller Art absondert und sich bei den ersten warmen Sonnenstrahlen prompt wieder ins Beet verabsentiert, so wird es doch wohl sein, daran müssen wir uns alle gewöhnen. Na, wir werden sehen. Es windet und regnet jedenfalls heute, man möchte keinen Kleingärtner vor die Tür jagen, also schnell ein paar Zeilen! Wirr und unsortiert wie im Naturgarten, mehr geht aber trotz des Wetters nicht, denn ich muss gleich noch Kinder von A nach B bringen. Ich muss gefühlt überhaupt immer Kinder von A nach B bringen. Das ist mittlerweile bei mir so drin, wenn man mich nachts um drei weckt, ich bringe sofort ein Kind von A nach B, es wird schon passen. Eltern verstehen das, nehme ich an.

In der Zwischenzeit wurde die olle Laube auf unserem Gartengrundstück immer noch nicht abgerissen, der Termin scheint aber doch näher zu rücken. Spaßeshalber haben wir daher Sohn II erlaubt, die alte Hütte “ein wenig zu schrotten”, wie er es formulierte, und sind schon wieder zum Schluss gekommen, dass man niemals die Leistungsfähigkeit motivierter Kinder unterschätzen sollte, besonders dann nicht, wenn sie zum Geburtstag gerade einen richtig guten Akkuschrauber geschenkt bekommen haben. Die Hütte steht nach seinem stundenlangen Einsatz zwar noch, ich würde aber lieber nicht mehr allzu fest dagegentreten.

In dem Teil des Gartens, der vermutlich nicht unter den Rädern des Baggers landen wird, verausgabe ich mich seit einigen Wochen ebenso kenntnislos wie einsatzfreudig. Der Herzdame wurde gerade von den Nachbarparzellen aus mitgeteilt, dass sie ja einen enorm fleißigen Mann habe, das verbuche ich dann mal als Erfolg des Jahres, wenn nicht des Jahrzehnts. Ha! Wobei übrigens festzustellen ist, dass sich gärtnerischer Fleiß in dieser Familie in ganz verschiedenen Ausprägungen äußert. Ich z.B. bin nach drei Minuten im Garten dreckig wie sonstwas, da ich dauernd irgendwo in den Beeten herumwühle, gärtnerisch bin ich eindeutig der Typ Erdferkel. Niemand fragt mich abends, ob ich im Garten war, jeder sieht es. Sohn II dagegen hat dauernd Werkzeug und Holz oder Steine in der Hand, das ist wohl eher die Baumeisterversion. Die Herzdame wiederum steht lange sinnend und natürlich dekorativ vor der alten Laube herum und denkt mit Plänen in der Hand über die neue Laube nach, das ist das Modell “Schöner Wohnen”. Oder eher “Landlust?” “Interior-Magazin”? So etwas in der Art. Sohn I fährt währenddessen auf dem Rad oder auf dem Waveboard von Parzelle zu Parzelle und besucht seine Freunde, wobei er immerhin gelegentlich Obst und andere Produkte der Natur von Garten zu Garten transportiert, quasi Modell Merkur. Na, jeder wie er will. Ich habe auch gar keine Zeit, die anderen lange zu beobachten, ich muss ja dauernd durch die Büsche robben und Löcher buddeln und Pflanzen reinstecken oder rausreißen. Was ein Spaß!

Wenn ich vom Gartenzaun aus angesprochen werde, habe ich schon die immer goldrichtige Antwort auf alles parat. Ich lerne schnell, ich kenne jetzt sozusagen den Dremel unter den Sätzen der Kleingärtner. Denn egal, um welche Pflanze es geht, man kann immer nach einem prüfenden Blick darauf “Muss ich mal schneiden” murmeln und damit ungeheuer kompetent wirken, das klappt verlässlich. “Die muss ich mal wieder schneiden”, sagte der alte Gärtner, zog an seiner Pfeife und sah die Rose lange an. Das ist immer ein stimmiges Bild, nicht wahr. Auch ohne Pfeife.

Im Controlling haben wir auch so einen Satz, fällt mir gerade ein, der heißt “Müssen wir mal separat auswerten”. Funktioniert immer tadellos, ganz egal, worum es geht. Und wenn man übrigens in “Muss ich mal schneiden” das Verb durch “kürzen” ersetzt, kann man den auch als Autor stets gut in Bezug auf jedes beliebige Werkstück anbringen. Oder als Änderungsschneider.

Überhaupt bringt einen so ein Kleingarten jedenfalls auch sprachlich voran. Ich habe gerade “Sie Flachwurzler!” in die Liste meiner absoluten Lieblingsbeschimpfungen aufgenommen und ich liebe das kürzlich neu gelernte Wort “Mulch” und das dazugehörige “Mulchen”. Es klingt so außerordentlich nett und liebevoll, so sorgend und pflegend. “Wir haben die Pflanze gemulcht”, hören Sie das? Murmeln Sie das mal probeweise, es ist wirklich ein einladendes Wort. Erst das beruhigend wohlige M, dann das sacht und dunkel vibrierende U, das einlullend langsame L und schließlich das sanft streichelnd verklingende CH. Das klingt zusammen warm und wonniglich, fast wie ein Wort aus dem familiären Assoziationsbereich. “Wir haben die Kinder gemulcht”, das klingt doch ganz eindeutig nach guten Eltern und Geborgenheit und Nähe und Attachment Parenting. Alle sollten ihre Kinder regelmäßig mulchen, nicht wahr, so kuschelig hört sich das an, das kann gar nicht falsch sein. Und dann stehen die Kinder da auf den Rindenschnipseln und wissen nicht, was das soll, aber der Boden um sie herum ist immer schön feucht. Egal.

Morgen mehr.

Vielleicht.

Je nach Wetter.

Beifang vom 11.09.2017

Und noch ein Interview mit Sven Regener. Es ist jetzt das dritte dieser Art in wenigen Tagen, aber sie sind alle interessant, was soll man machen.

Bei Frau Mutti ist jemand flügge.  

In einer Pizzeria in Strandnähe.

Etwas Klimawandel nebenbei, die Nordsee erwärmt sich schneller als die Ozeane. Aber macht ja alles nichts.

Musikalisch ist mir nach alten Kamellen, das macht die Jahreszeit, das gehört so. Es geht aber noch ganz vergnügt zu, das geht demnächst dann noch weiter abwärts, gar keine Frage.

Didn’t it rain, children

Ich habe mir dann bei dem Kindergeburtstag im völlig verregneten Schrebergarten immer wieder vorgestellt, wie Sister Rosetta Tharpe “Rain! Rain! Rain!” ruft und dabei in die Saiten greift -dann ging es stimmungsmäßig wieder.

Und ich fürchte, wir haben die Gastkinder nach einer kleinen Schatzsuche in einem dezent angeschmuddelten Zustand zurückgegeben. Aber irgendwas ist ja immer.