Die Herzdame und ich leben in einem Mietshaus, in dem wir keinen unserer Nachbarn näher kennen, also ganz so, wie es in Hamburg nicht ganz unüblich ist. Man grüßt im Treppenhaus, mehr nicht. Bei einer Wohnungsbesichtigung am Wochenende in Eppendorf wurden wir jetzt aber auf die besonderen Freuden einer Hausgemeinschaft hingewiesen, auf all die Vorteile, die man hat, wenn man wirklich aufeinander achtet und wenn man weiß, was der Nachbar so macht. Natürlich ist so etwas leider nicht einfach so herzustellen, so eine prima Gemeinschaft, nein, dazu gehört schon etwas. Besonders gehört dazu ein Vermieter, der nicht an Sozialhilfeempfänger, Russen oder Polen vermietet, also eigentlich eher an gar keine Ausländer, auch nicht an Türken und andere komische Menschen. Höchstens mal an einen Franzosen oder Italiener, wobei letztere, na ja, aber ein Franzose, das geht schon mal.

Die Wohnung hat uns dann doch nicht weiter interessiert.

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