Es war natürlich zu erwarten, daß sich die Fußballweltmeisterschaft erheblich auf das Hamburger Stadtbild auswirken würde. Daher wundere ich mich nicht über die vielen internationalen Flaggen an den Fenstern der Häuser und Autos und auch nicht über die mehr oder weniger phantasievollen Schaufensterdekorationen mit Bällen und Kunstrasen. Auch daß etliche Produkte im Supermarkt mit Fußballmotiven bedruckt sind und daß in den Büros aller Kollegen WM-Planer an den Wänden hängen, das ist alles ganz normal.

Daß allerdings die gesamte Praxismannschaft meiner Zahnärztin (Chefin inklusive) bei der Arbeit nicht in das gewohnte, klassische Weiss gekleidet ist, sondern zur WM die Trikots der deutschen Nationalmannschaft trägt, damit muß ich mich erst noch anfreunden. Ein wenig rechnet man ja damit, daß die Helferinnen im Chor “Jetzt geht’s lohooos” singen, wenn die Ärztin den Bohrer ansetzt.

Man kann den Hamburgern jedenfalls wohl kaum mangelnde Begeisterungsfähigkeit vorwerfen.

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