Einen Klick weiter gibt es gerade einen Text von Lyssa über die unsägliche Eva Herman und ihre seltsamen Äußerungen („Frauen zurück zum Apfelkuchenbacken“). Geradezu unfaßbar passend dazu höre ich wenig später auf der Arbeit durch unsere sehr dünnen Wände aus einem nahen Büro folgendes Telefonat einer Kollegin:

„Die sind im Kühlschrank, in der Tür… da nimmst du eines raus…oder zwei, wieviel du eben haben willst …dann machst du da ein Loch rein, mit dem Stecher…das ist das rotweiße Plastikdings, wo der Dorn da rauskommt…na, ein Loch eben! Oben! Einfach stechen! Draufdrücken! … Dann machst du Wasser in den Eierkocher, da liegt ein kleiner Meßbecher mit so Markierungen … Doch. Nein, mehr Wasser braucht man dann nicht, nur bis zur Markierung…Wie, das kann nicht reichen? Das reicht! …Dann tust du die Eier in den Kocher und machst ihn an… Na, mit dem An-Knopf eben, Herr Gott…Wenn sie fertig sind, macht das Ding Krach… Es brummt so…Doch, das hört man. Ziemlich laut…Na, und dann kannst du sie essen. Vielleicht noch vorher pellen, haha…Du schaffst das schon. Morgen mach‘ ich es ja wieder.“

Auf meine Nachfrage stellte sie dann klar, daß es sich bei dem Gesprächspartner nicht etwa um entdeckungswilligen Nachwuchs, sondern um ihren Mann handeln würde (etwa Mitte fünfzig), der gerade das erste Ei seines Lebens kochen wollte. Immerhin wußte er, wo die Küche zu finden war.

Und für unseren Haushalt gilt übrigens selbstverständlich weiterhin: Wenn hier einer Apfelkuchen backt, bin ich das. So weit kommt es noch, daß ich mir mühsam erworbene Kompetenzen streitig machen lassen würde. Mein Apfelkuchen gehört mir!

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