Normalerweise spricht man im Fahrstuhl nicht, wenn Fremde zusteigen. Da man dort unmöglich überhören kann, was geredet wird, ist es allgemein üblich, Gespräche abzubrechen und erst nach der Fahrstuhlfahrt wiederaufzunehmen. Man debattiert vor Fremden und auch vor nur entfernt bekannten Kollegen keine Firmenintrigen und man klärt auch keine Ehe- oder Beziehungsprobleme. Um so verblüffter war ich heute mittag, als vier Damen zu mir in den Firmenfahrstuhl stiegen und ihr Gespräch untereinander nicht beendeten, sondern ungeachtet meiner Anwesenheit fortsetzten mit einer Frage, die unmißverständlich hieß: „Was macht denn eigentlich dein Hengstproblem?“

Man hört es und staunt. Der Reitsport ist doch verbreiteter als man denkt.

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