Die Herzdame ging gestern mit größeren Mengen Szegediner Gulasch ins Büro, Reste meiner Wochenendküchenvergnügungen. Die Portion war so reichlich, daß sie sogar ihre immer hungrigen Praktikanten mit Essen versorgen konnte.

Ein Praktikant fand beim gemeinsamen Mittagessen auf seinem Teller ein Lorbeerblatt und hielt es hoch, wobei er es überrascht betrachtete, wahrscheinlich war es das erste seines Lebens. Da es sich um einen aufgeschlossenen und lernwilligen jungen Menschen handelt, entwickelte sich folgendes Gespräch:

Praktikant: „Was ist das denn?“
Herzdame: „Das ist ein Lorbeerblatt. Nicht mitessen. Ist nur als Gewürz da drin.“

Der Praktikant sah das Blatt an und grübelte.

Praktikant: „So sieht ein Lorbeerblatt aus?“
Herzdame: „Ja.“
Praktikant: „Das hatten Adam und Eva davor?“
Herzdame: „Nein, das war ein Feigenblatt. Lorbeeren hatten die Kaiser auf dem Kopf.“
Praktikant: „Hatte mich auch schon gewundert. Ist doch ganz schön klein, das Blatt.“

Wobei die Herzdame und ich, das Expertenpaar für fortgeschrittene Albernheit in sexuellen Fragen, jetzt überlegen, ob nicht vielleicht das Bekränzen von intimen Körperteilen mit Lorbeer ungemein zum Lustgewinn in der Ehe beitragen könnte. Warum sollte man sich nicht von jungen Menschen auf gute Ideen bringen lassen?

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