Als ich gestern sehr spät nach Hause kam, lag die Herzdame schon im Bett und schlief. Es war tiefe Nacht, es regnete und stürmte und ich war sehr froh, in das warme Bett zu ihr steigen zu können. Und weil es mir gerade in dem Moment als besonders erfreuliche Einrichtung erschien, sich nach einem Heimweg durch naßkalten Herbst und Orkantief neben seine Frau legen zu können, herzte und küßte ich sie ein wenig und murmelte leise etwas im Sinne einer Liebesbekundung.

Die Herzdame setzte sich daraufhin auf, machte die Nachttischlampe an, sah mich alarmiert an und fragte: „Hast du ein schlechtes Gewissen?“

Man sollte wohl doch besser so oft nett zueinander sein, daß es gar nicht erst ungewohnt wird.

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