Sebas aus dem Blog-Bistro hat mit ein paar Fragen zu meiner Sesamstraßenzeit weitergereicht. Für die jüngeren Leser muß ich dabei vorweg erklären, daß ich noch mit der alten, der echten, der amerikanischen Sesamstraße groß geworden bin, bevor es diese unsägliche deutsche Version gab, die bis heute läuft. Die Sesamstraße war jahrelang die wirklich einzige Fernsehsendung, die wir Kinder überhaupt sehen durften, sonst gab es rein gar nichts. Später wurde sie dann ergänzt durch die deutsche Sendung „Rappelkiste“, die aber von Eltern zunächst eher kritisch gesehen wurde, da kamen nämlich Hochhaussiedlungsbewohner, Gastarbeiterkinder und andere echte Menschen drin vor, es war eine Sendung mit ausdrücklich sozialpolitischer Mission. Sehr verdächtig.

Hier die Fragen:

Welchen Charakter aus der Sesamstraße fandest du am coolsten?
Natürlich Supergrobi. Die Herzdame sagt, das erkläre so einiges. Ich weiß nicht, was sie meint.

Wen konntest du nicht leiden?
Ich fand diese Knetfiguren in den Zwischenfilmen immer sehr langweilig.

Kannst du ein Lied aus der Sesamstraße auswendig? Welches?
Ich kann das Anfangs- und das Schlußlied, ich kann die Hymne von Oskar „Ich mag Müll – alles was dreckig ist, fettig und speckig“, ich kann die umwerfende Sesamstraßenversion von „Manamana“. Und ich kann natürlich das legendäre Liebeslied von Ernie: „Quietscheentchen du bist mein, und ich lieb nur dich allein“. Die Herzdame sagt, jetzt hätte sie auch endlich erkannt, was ich beim Sex immer summen würde. Nun ja.

Was hat dir die Sesamstraße beigebracht?
Meinen Lieblingssatz in schlimmen, depressiven Momenten. Er kommt von Bibo und lautet: „Wer bin ich schon – ich bin doch nur ein großes, gelbes Etwas mit Federn“. Die Herzdame sagt, ich würde das beim Einschlafen gelegentlich vor mich her murmeln.

Wann hast du zum letzten Mal Sesamstraße gesehen?
Ich habe nach dem Ende der synchronisierten Originalreihe zwei, drei Folgen der neuen, deutschen Produktion gesehen, mit Tiffy und Samson etc., danach nie wieder, das war zu schlimm. Das ist aber sicher schon sehr lange her.

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