Hatten wir im Vorwege eigentlich erwähnt, wie es Mek und mir erging, als wir den kleinen Club „Südbalkon“ zum ersten Mal besichtigt haben? Da waren wir beide vorher noch nicht in Wilhelmsburg gewesen und kannten nur die üblichen Vorurteile gegenüber der Gegend. Wir fuhren eines Abends vor zwei Wochen gespannt mit der S-Bahn in Richtung Süden, um einmal selbst zu sehen, wie es dort zugeht, in diesem angeblich so wilden Stadtteil. Vor der Station allerdings hielt der Zug unerwartet – und hielt und hielt. Nichts rührte sich. Schließlich eine Durchsage, die ich wörtlich erinnere: „Die Weiterfahrt verzögert sich auf unbestimmte Zeit wegen einer Massenschlägerei im Bahnhof Wilhelmsburg“.

Mek und ich haben spontan beschlossen, uns zur Not hinter der schwangeren Herzdame zu verstecken, denn wer würde schon eine Schwangere schlagen – und natürlich erst recht dort zu lesen, in dieser äußerst spannenden Region Hamburgs, der allgemein so eine großartige Zukunft vorausgesagt wird.

Abgesehen von kleineren Vorkommnissen ist es dort aber tatsächlich viel charmanter, als man denkt und der Abend hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Danke an den Südbalkon für die Einladung und an die Gäste, die den Weg über die Elbe auf sich genommen haben und ein so sehr freundliches Publikum waren!

Schilderungen des Abends findet man hier, hier und hier, Bilder von der Lesung hier.

%d Bloggern gefällt das: