Die Herzdame arbeitet nun nicht mehr, da der Resturlaub natürlich vor dem Mutterschutz genommen wird. Das ist für eine Nordostwestfälin aber gar nicht leicht, einfach so zuhause zu bleiben, während andere Menschen arbeiten gehen. Ich zum Beispiel. Morgens sieht sie mir mit großen Augen zu, wie ich in meine Bürokleidung steige und wenn ich die Wohnung verlasse, fragt sie leise: „Und was mache ich?“ Nach den ersten zehn Minuten meines Arbeitstages klingelt das Telefon und eine sehr vertraute, nörgelige Stimme sagt: „Mir ist langweilig“.

Mein freundlicher Hinweis, daß es sich bei dem großen Gerät in der Küche, dem Ding mit den komischen schwarzen Kreisen obendrauf und den Drehknöpfen vorne dran, um einen Herd handeln würde, schien nicht die richtige Antwort zu sein. Vielleicht war die Leitung aber auch aus technischen Gründen plötzlich unterbrochen, wer weiß.

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