Menschen, die schon Kinder haben, wissen es: Das Hirn der Frau, die gerade Mutter geworden ist, wird durch die Stilldemenz geradezu pulverisiert, zumindest wirkt es so auf die Gesprächspartner. Die vorhergehende Schwangerschaftsdemenz (wir berichteten) ist nur eine leichte Andeutung, sie dient dazu, die Partner der Frauen schonend vorzubereiten. Man sollte wohl gut vorbereitet und nervenstark sein, wenn man fortwährend Gespräche führen muß, die etwa so verlaufen:

 

Herzdame: [Starrt sinnend an die Zimmerdecke] „Wie heißen denn nochmal…“
Ich: „Ja?“
Herzdame: [nach erstaunlich langer Pause] „Was?“
Ich: „Du wolltest etwas fragen?“
Herzdame: [milde lächelnd] „Ja.“ [sehr lange Pause]
Ich: [geduldig wartend] „Und?“
Herzdame: [überrascht] „Was und?“
Ich: „Was wolltest du denn fragen, mein Herz?“
Herzdame: Ich?“
Ich: „Ja.“
Herzdame: [sehr konzentriert] „Wie heißen denn noch mal diese kleinen, braunen Dinger?“
Ich: „Hamster? Pimpfe?“
Herzdame: „Nein. Gemüsiger.“
Ich: “ Gemüsiger? Braun?“
Herzdame: „Ja. Du weißt schon.“
Ich: „Nein. Ich weiß nicht“
Herzdame: „Na, was es gestern gab.“
Ich. „Ach so. Pilze“
Herzdame: „Was?“
Ich: „PILZE.“
Herzdame: [guckt mich sehr verblüfft an] „Ja und?“
Ich: „Pilze. Du hattest nach Pilzen gefragt.“
Herzdame: „Ich?“
Ich: „Ja.“
Herzdame: [guckt irritiert] „Warum?“

Und so weiter. Noch sehr viel weiter. Man kann im Laufe so eines Gespräches problemlos sehr, sehr viele kleine, braune Dinger braten.

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