Als ich neulich in der Innenstadt bei einem Juwelier war, um für die Herzdame etwas Geschmeide zu erwerben, fragte mich die Verkäuferin, um welchen Anlaß es sich denn handeln würde. Darauf ergab sich in etwa folgendes Gespräch:

Ich: Gerade Kind bekommen.
Verkäuferin: Oh, gratuliere! Und jetzt Schmuck für die Frau, wie nett von ihnen!
Ich: Nicht wahr?
Verkäuferin: Was soll es denn sein? Ein Ring?
Ich: Nein, es muß schneller zu wechseln sein.
Verkäuferin: Bitte?
Ich: Es muß ganz schnell wieder abgehen und die Körperseite wechseln können.
Verkäuferin: Bitte?
Ich: Wegen der Brüste.
Verkäuferin: Äh…
Ich: Sie stillt. Stillende Frauen können sich nichts merken. Auch nicht, welche Brust dran ist.
Verkäuferin. Ah ja.
Ich: Da dachte ich, wenn sie etwa immer ein goldenes Armband da hinmacht, wo das Kind zuletzt dran war…
Verkäuferin: Hach.
Ich: Bitte?
Verkäuferin: Wie süß von ihnen. Was haben sie da für einen Ring auf?
Ich: Ring? Ich? Ach, so eine Art Siegelring. Nichts Besonderes.
Verkäuferin: Mit Familienwappen? Sind sie von Adel?
Ich: Nein. Kein Wappen. Kein Adel. Ich bin normal. So in etwa.
Verkäuferin: Männer wie sie sollten aber trotzdem ein Wappen haben
Ich: Ach?
Verkäuferin: Ja. Unbedingt. So eine maskuline Erscheinung wie sie!

Hier wurde das Gespräch durch einen minutenlangen Lachanfall meinerseits unterbrochen, was sicherlich ganz unvorteilhaft für meine maskuline Erscheinung war. Ein dringender Rat an die Trainer, die dem armen Verkaufspersonal solche Sätze als Standard einhämmern: Man kann es auch übertreiben.

%d Bloggern gefällt das: