Sicherlich kein mehrheitsfähiger Veranstaltungshinweis, aber doch einer, den ich nicht unerwähnt lassen möchte. Ich habe vor einiger Zeit mal einen Artikel über die “Vergessenen Toten” geschrieben, über Menschen, die in Hamburg sterben, ohne irgendwelche Angehörige oder Mitmenschen zu haben, die sich um ihre Beerdigung kümmern. Sehr arme Menschen, Flüchtlinge aus aller Welt, Obdachlose, vergessene Menschen, vereinsamte Menschen, sozial isolierte Menschen. Frater Rafael, den ich damals auf den Friedhof Öjendorf begleitet habe, organisiert kurze Beerdigungszeremonien für diese Menschen, die ohne dieses ehrenamtliche Engagement vollkommen ritual- und würdefrei unter die Erde kommen würden.

Meinen Artikel von damals kann man hier nachlesen, einen wichtigen Nachtrag dazu hier.

Am 25. November um 15 Uhr gibt es in der Hamburger Hauptkirche St. Petri einen Gedenkgottesdienst für die Vergessenen Toten der Freien und Hansestadt Hamburg, gestaltet von Mitgliedern der Hamburger Staatsoper und anderen Künstlern, Frater Rafael und den Pastoren Nils Gerke und Jürgen Probst, dem Diakon Henry Kirsche und der Pastorin Martina Severin-Kaiser.

In diesem Jahr werden in Hamburg etwa tausend Menschen ohne jeden ermittelbaren Angehörigen oder Freund sterben und von Frater Rafael beerdigt werden. Das Thema ist weder schön noch populär – aber die Herzdame und ich weisen empfehlend auf diesen Gottesdienst hin.

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