Natürlich ist es noch Zufall, wenn ein Kind mit acht Monaten Papa oder Mama vor sich hermurmelt, wenn auch ein Zufall von besonderem Liebreiz. Denn man kann es selbstverständlich nicht erwarten, daß der Nachwuchs endlich mit den ersehnten Silben anfängt und sie womöglich sogar bald zielgerichtet einsetzt.

Daß unser Sohn im Moment aber mit Feuereifer immer wieder zum Mülleimer in der Küche krabbelt, diesen mit großer Geste umarmt, zum Schwungdeckel aufsieht und dann „Papa!“ sagt – das wird sich schon wieder geben, nehme ich an. Zumal meine Versuche, ihm im Gegenzug den Komposthaufen am Spielplatzrand als „Mama“ zu verkaufen, natürlich nur im Bestreben um Fairness versteht sich, bisher leider fehlgeschlagen sind.

Spracherziehung ist auch spannender als man zunächst denkt.

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