Wenn man als Erwachsener ein Brötchen ißt, bleibt davon fast nichts übrig, außer einigen wenigen Krümeln, die man mit einer Handbewegung komplett beseitigen kann. Wenn dagegen unser Sohn ein Brötchen ißt, verschwindet nur etwa ein Viertel davon, der Rest wird in feuchten Brötchenbrei von ausgesprochen scheußlicher Konsistenz verwandelt und großzügig auf Möbel, Wände und Anwesende verteilt. Wenn man diese feuchten Breiklumpen dann wieder zusammenfügt, ergeben sie entgegen aller Erwartung und Logik genug Masse, um daraus etwa drei neue Brötchen zu backen.

Und wenn man in etwa zwei Meter Entfernung am essenden Sohn vorbei geht, hat man hinterher, auch wenn man sehr schnell ist und das Kind sich gar nicht bewegt hat, breiige Speisebröckchen an der Kleidung – und zwar womöglich auch auf der kindabgewandten Seite. Man kann es nicht erklären, man kann es nur hinnehmen.

Wenn man sich also fragt, warum Eltern immer sagen „Man bekommt soviel zurück“ – nicht immer gleich an emotionale Aspekte denken.

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