Georges Simenon: das blaue Zimmer. Deutsch von Angela Hagen. Der Roman erschien zuerst 1964 und beginnt so:

„Hab ich Dir wehgetan?“
„Nein.“
„Bist du mir böse?“
„Nein.“
Das stimmte. In diesem Augenblick stimmte alles, denn er gab sich ganz dem momentanen Erlebnis hin, ohne sich Fragen zu stellen, ohne zu versuchen, etwas zu verstehen, ohne zu ahnen, daß es eines Tages etwas zu verstehen geben würde. Es stimmte nicht nur alles, es war auch alles wirklich: er, das Zimmer, Andrée, die immer noch ausgestreckt auf dem zerwühlten Bett lag, nackt, mit offenen Schenkeln und mit dem dunklen Fleck ihrer Scham, aus der ein Samenfaden rann.“

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