Georges Simenon: Meistererzählungen. Diverse Übersetzer. Die Geschichte „Mélies Mann“ darin beginnt so:

„Faß doch nicht alle Seezungen an, meine Kleine. Du weißt genau, daß Du am Ende zwei nicht zu große Makrelen oder ein halbes Pfund Rochen nimmst…“
Die „Kleine“, das ist die alte Haushälterin des Pfarrers von Saint-Jean, doch Mélie duzt jedermann mit einer solchen Selbstverständlichkeit, daß niemand auf den Gedanken kommt, daran Anstoß zu nehmen. Sie greift auf dem Marmortisch nach einem blutigen Stück Rochen, hebt es hoch, kann es sich nicht verkneifen, einen Blick auf die Straße zu werfen.
„Ich geb dir dieses Stück…“
Es klatscht auf die Waage, der Zeiger schlägt aus, Mélie knistert mit dem Papier, und die alte Haushälterin fingert in ihrem großen Portemonnaie.

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