Der Sohn erkennt in weiter Ferne auf dem großen Spielplatz ein Bobbycar, er läßt seine Nuckelbuddel in den Sand fallen und macht sich krabbelnd auf den beschwerlichen Weg dorthin, wobei er unterwegs in der selbstproduzierten Staubwolke geradezu unsichtbar wird. Der Sohn passiert auf der Strecke unbeirrbar zahllose Gefahren, wie etwa größere Kinder, Schaukeln, fremde Eltern und herumstehende Kinderwagen.

Bei dem Bobbycar angekommen zerrt er das daraufsitzende kleine Mädchen ohne weitere Verhandlung an den Haaren vom Sitz und benutzt dann die weinend auf dem Boden liegende Exfahrerin als Unterlage, um sich selbst auf das Bobbycar zu schwingen. Da er es leider noch nicht recht schafft, sich ohne Hilfe alleine richtig darauf zu setzen, hängt er sich eben bäuchlings über den Sattel, Hauptsache oben. Dann hebt er grinsend beide Arme in die Luft und gibt röhrend ein Geräusch von sich, das wahrscheinlich seit der Steinzeit so etwas wie „Mammut tot“ bedeutet und in unserem instinktiven Wissen sicherlich fest verankert ist.

Die Mutter des kleinen Mädchens guckt besorgt nach ihrer Tochter, deren Weinen jetzt deutlich leiser geworden ist, weil sie die Füße von unserem Sohn im Mund hat, ich winke ihr beruhigend zu: „Der will nur spielen!“ – und überlege noch kurz, in welchem anderen Zusammenhang ich diesen Satz schon mal gehört habe.

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