Wir haben die Phase erreicht, in der das Kind dem Treiben der Erwachsenen nicht mehr nur tatenlos zusieht, sondern energisch zur Hilfe schreitet. Nach einer intensiven Beobachtungsphase macht er sich einen Reim auf unsere Tätigkeiten und bietet sich dann selbstlos und mit vollem Einsatz als Unterstützung an. Er rupft mit verbissenem Ernst die Kleidungsstücke aus der Waschmaschine und räumt Schubladen auf, bis der Rest der Wohnung im Chaos versinkt. Er jätet auf dem Balkon oder im Park Unkraut und, wenn er schon mal dabei ist, auch Nutz- und Blühpflanzen. Er dreht das Badewasser auf und ab und heiß und kalt und reitet furchtlos den Staubsauger bis in die finstersten Winkel der Wohnung. Er rollt leere und auch volle Pfandflaschen in das Treppenhaus und häckselt Altpapier oder was er dafür hält. Er macht bei allem leidenschaftlich mit.

Und ganz besonders liebt er es, sich auf meinen Schoß zu setzen, wenn ich am Notebook einen Text schreibe. Er guckt nachdenklich, sieht zu, wie ich tippe, und dann, vielleicht nach einem besonders guten Einfall, hämmert er ein wenig mit beiden Fäusten auf die Tastatur. Sicher möchte er meine Schreibzeit dadurch verkürzen, daß er das Gerät etwas vehementer bedient als ich.

Das hat allerdings oft seltsame Effekte, so daß ein Text zum Beispiel ganz unvermutet

%d Bloggern gefällt das: