Und dann steht man zur besten Bürozeit auf dem Spielplatz, setzt den Sohn in den Sand und drückt ihm eine Schaufel in die Hand. Die Luft riecht nach Frühherbst, der Sohn betrachtet überrascht und sinnend fallende Blätter, die an ihm vorübertaumeln und zitternd liegenbleiben. Ein halbwegs trockener Platz auf dem Holzbalken an dem Sandkasten, ein schwacher Sonnenstrahl aus dichten Wolken, Café im Pappbecher.

Der Sohn will Eicheln essen und das ihm zugerufene „Nein, nein!“ klingt verblüffend nach Hundeerziehung. Gerade noch am „Pfui“ vorbei, das muß kreativer werden.

Männer in Anzügen und mit Köfferchen gehen diskutierend am Spielplatz vorbei, ich strecke wohlig meine Beine in der alten Hose mit den Obstbreiflecken vom Frühstück. Am nächsten Baum ein Eichhörnchen, kopfüber, die Nase im Wind, der Sohn sitzt unten, guckt mit offenem Mund und winkt dem Tierchen dann entschlossen und freundlich zu. Das Eichhörnchen ignoriert das, es ist in Eile, es hat beruflich zu tun, irgendwas mit Nüssen.

Eine der Spielplatzmütter setzt sich zu mir, mit einem süffisanten Grinsen: „Na, auch hier?“

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