Neu auf dem Nachttisch

Emile Zola: Paradies der Damen. Deutsch von Hilda Westphal. Der Roman erschien zuerst 1883 und beginnt so:

„Denise war zu Fuß vom Bahnhof Saint-Lazare gekommen, wo sie und ihre Brüder nach einer auf der harten Bank eines Wagens dritter Klasse verbrachten Nacht einem Zug aus Cherbourg entstiegen waren. Sie hielt Pépé an der Hand und Jean folgte ihr, alle drei waren erschöpft von der Reise, verwirrt und wie verloren in dem riesigen Paris, blickten an den Häusern empor und fragten an jeder Straßenkreuzung nach der Rue de la Michodière, in der ihr Onkel Baudu wohnte. Doch als sie endlich auf den Place Gaillon gelangten, blieb das junge Mädchen überrascht stehen. „Oh!“ sagte sie. „Sieh doch nur, Jean!“

Elternzeit (3)

„Du?“ fragt das sehr kleine Mädchen, das schon ganze Weile beobachtet hat, wie ich etwas gelangweilt neben der Rutsche herumstehe und zusehe, wie der Sohn im Sand wieder und wieder Eicheln nach undurchdringlichen Kriterien hin und hersortiert. „Du?“, fragt sie und zupft mich energisch am Ärmel. „Bist du schon mal auf dem Bauch gerutscht?“.

„Ja“, sage ich, „sicher bin ich das.“ Sie guckt mich etwas skeptisch an und erklärt: „Das ist nämlich gut für die Fröhlichkeit.“ Dann nickt sie wie jemand, der gerade eine unumstößliche Wahrheit verkündet hat und klettert die Rutsche hoch.

Ich bezweifel zwar sehr, daß es gut für meinen Rücken ist auf dem Bauch zu rutschen, aber ich werde es doch demnächst mal wieder testen.