Ein Kind von etwa einem Jahr ist in der Lage, überraschend viele Worte zu verstehen, auch wenn es sie selbst noch gar nicht sprechen kann. Wenn man beispielsweise oft genug auf seine Nase zeigt und „Nase“ dazu sagt, wird das Kind bald selbst darauf zeigen, sobald es nur das Wort hört. Ein großer Spaß und ein Riesenerfolgserlebnis – und es klappt natürlich auch mit allen anderen Körperteilen! Man kann einen vergnüglichen Abend damit verbringen, mit dem Kind und der Mutter im Bett zu liegen, Nase, Ohren, Augen, Knie usw. zu benennen und fröhlich mit dem Zeigefinger zu wedeln, um mal das Kind, mal den Papa, mal die Mama als Demonstrationsobjekt zu nehmen. Die Kleinen lernen ungemein schnell.

Natürlich empfiehlt es sich, dabei wahrheitsgemäß vorzugehen, man möchte den Nachwuchs ja nicht verwirren. Man wird zu Bein nicht Arm sagen und zu Hand nicht Fuß, das wäre ja auch ziemlich gemein. Vermeiden Sie aber bei aller Wahrheitsliebe dennoch, wenn Sie dem neugierigen Kind spannende Körperteile der Mutter demonstrieren, unbedingt das Wort „Speck“, wenn sie ihr den Bauch stupsen und dem Kind eine passende Bezeichnung dafür vermitteln möchten. Es sei denn, Sie legen generell keinen Wert mehr auf ein gemeinsames Schlafzimmer, weitere Kinder und kuschelige Abende.

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