Adolf Muschg: Gehen kann ich allein – und andere Liebesgeschichten. Zuerst erschienen 2005. Das Buch beginnt so:

„Sie haben mir nur einen Block und einen Bleistift dagelassen – ich darf nicht zittern, so weich ist die Mine, sie bricht beim leichtesten Druck. Ein Spitzer kommt natürlich nicht in die Zelle – er könnte ja eine Klinge haben. Ich glaube, dies ist ein Zeichenstift – für wen soll ich etwas zeichnen? Beschäftigungstherapie, damit mir die letzten Stunden nicht zu lang werden? Oder soll ich ein Testament schreiben? Das überlegt man sich gut. Dafür macht man jede Menge Entwürfe. Nur die Endfassung muß dann in Reinschrift sein. Und das Datum darf man nicht vergessen! Was haben wir denn für ein Datum, Lordan?“

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