Die sprachliche Entwicklung des Nachwuchses mag man sich romantisch vorstellen, tatsächlich aber landen wir schon mit dem allerersten aus mehreren Worten bestehenden Satz des Sohnes auf dem Boden der Tatsachen.

„Nane Aldä, Una!“ ist eine vielleicht etwas kryptisch anmutende Mitteilung, die jedoch einfach wie folgt ins Elterndeutsch zu übertragen ist: „Banane Alter, Hunger!“ Wobei das liebenswerte Kind vor dem Obstkorb steht, auf die entsprechende Frucht zeigt, äußerst ungeduldig guckt und mit dem Fuß aufstampft.

Ich könnte mich der Illusion hingeben, der Satz hieße in Wahrheit „Lieber Papa, gib mir bitte etwas Obst“, aber was soll’s. Auch mit grobem Undank muß man leben können.

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