Mittwoch
Der Wecker klingelt, die Herzdame und ich stehen auf. Der Sohn setzt sich knurrend und murrend auf, reibt sich die Augen, gähnt, rutscht aus dem Bett und geht in die Küche. Holt sich seine halbvolle Milchflasche vom Vorabend, eine Wasserflasche und einen Tetrapack Buttermilch. Trägt alles ins Schlafzimmer, schwankend unter der Last, wirft das Zeug in sein Bett, klettert hinterher, fällt um und schläft wieder ein.

Donnerstag
Der Wecker klingelt, die Herzdame und ich stehen auf. Der Sohn setzt sich knurrend und murrend auf, reibt sich die Augen, gähnt, rutscht aus dem Bett und geht ins Bad. Streckt sich, klettert auf die Toilette, balanciert zum Waschbecken, dreht das kalte Wasser voll auf und hält die Arme unter den Strahl. Es spritzt sehr, das ganze Kind wird nach und nach sehr naß. Als sein Schlafanzug endlich von oben bis unten triefend an ihm hängt, guckt er an sich herunter und lächelt zufrieden.

Freitag
Der Wecker klingelt, die Herzdame und ich stehen auf. Der Sohn setzt sich knurrend und murrend auf, reibt sich die Augen, gähnt, rutscht aus dem Bett und geht in die Küche. Schiebt leise vor sich hin fluchend den Kinderstuhl, der als Sperre vor dem Kühlschrank steht, beiseite, macht den Kühlschrank auf und nimmt einen fast vollen Becher Sahne. Gießt sich den Inhalt langsam auf den bestrumpften linken Fuß. Seine Laune steigt dabei sichtlich.

Man muß Kinder auch nicht immer verstehen.

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