Und kaum fährt man tatsächlich los und über Land, schläft der Herr Sohn seelenruhig ein und denkt gar nicht daran, sich für das Nutzvieh hinter den Gattern an den Landstraßen zu interessieren. Wahrscheinlich hätte er es sogar für eine echte Schweinerei gehalten, wenn wir ihn geweckt hätten, nur um ihm eine Sau zu demonstrieren. Wobei das ohnehin nicht einfach gewesen wäre, denn die vermeintlich lustig freilaufende Biosau wohnt in kleinen Holzhütten, die sie bei Kälte klugerweise nicht verläßt. Kleine Holzhütten, die ähnlich wie große Kisten aussehen. Und ich wollte dem Sohn auch nicht so eine Bretterkiste mitten auf einem Acker zeigen und sagen „guck mal, das ist ein Schwein“, denn er hat den Kleinen Prinzen ja noch gar nicht gelesen.

So ein altes Auto wie unseres kann übrigens bei einer kleinen Spritztour über Land schon einmal den Geist aufgeben. Noch während der pädagogisch ambitionierte Fahrer nach Schweinen Ausschau hielt, gab der Motor plötzlich säuische Geräusche von sich, fast könnte man wieder von „pötpötpöt“ reden, und der Rest der Fahrt verlief etwas, nun ja, spannend. Man kann quasi mit Goethe enden, in diesem ohnehin betont bildungsbürgerlichen Beitrag:

„Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
Und unter ihm der Benz ist tot.“

Wir werden wohl ein wenig Zeit in so schön aktuelle Themen wie Verschrottung, Abwrackprämie und Neuwagenkauf investieren müssen. Wobei mich Autos ungefähr genauso viel interessieren wie etwa das Steuerrecht. Oder das Geschlechtsleben der Mollusken.

Davon dann demnächst mehr. Also vom Autokauf, nicht von den Mollusken.

%d Bloggern gefällt das: