Ein türkischer Herr spricht mich im Supermarkt an. Schon etwas älter, silbergraue Haare, sehr feiner Anzug, elegante Erscheinung. Er faßt meinen Arm und zeigt auf den Sohn, der gerade einen Bananenkarton plündert und sich dabei wahrscheinlich für das reichste Kind der Welt hält. „Einen wundervollen Jungen haben Sie da“, sagt der Mann in fließendem Deutsch mit einem leichten Akzent, „ganz wundervoll. Ich möchte Ihnen gratulieren zu so einem Prachtsohn.“ Er gibt mir seine Hand. „Und ärgern sie sich nicht, daß er keine Haare hat. Niemand ist perfekt.“ Er schüttelt meine Hand noch einmal, tätschelt den Kopf des Sohnes und geht weiter.

%d Bloggern gefällt das: