Passend zum letzten Eintrag ein Buch von jemandem, der sich in seinem Werk unermüdlich am Katholizismus abgearbeitet hat.

Graham Greene: Ein ausgebrannter Fall. Deutsch von Dietlind Kaiser. Der Roman erschien zuerst 1960 und beginnt so:

„Der Kabinenpassagier schrieb eine Parodie auf Descartes in sein Tagebuch: „Ich empfinde Unbehagen, also lebe ich“, dann saß er mit dem Füller in der Hand da und hatte nichts mehr aufzuzeichnen. Der Kapitän stand in einer weißen Soutane an den offenen Salonfenstern und betete das Brevier. Die Luft war zu sanft, um seinen Bart zu kräuseln. Die beiden Männer waren seit zehn Tagen allein auf dem Fluß- das heißt, allein bis auf die sechs afrikanischen Besatzungsmitglieder und etwa ein Dutzend Deckpassagiere, die fast ununterscheidbar bei jedem Dorf wechselten, an dem sie anlegten. Das Boot, das dem Bischof gehörte, ähnelte einem kleinen, ramponierten Mississippi-Raddampfer mit einem hohen Vorschiff wie im neunzehnten Jahrhundert und hatte dringend einen neuen weißen Anstrich nötig. Von den Salonfenstern aus sahen sie den Fluß, der sich vor ihnen erstreckte, und unter ihnen saßen die Passagiere auf dem Brückendeck zwischen den Holzscheiten für die Maschine und flochten sich die Haare.“

%d Bloggern gefällt das: