Morgens um halb acht die Tür zur Bäckerei auftreten, breitschultrig zum Tresen schlendern und grußlos “Eier! brüllen, dabei auf die bunten, hartgekochten Ostereier zeigen, die neben den Zeitungen liegen. Wenn die Verkäuferin nicht sofort reagiert, doppelt so laut “EIER!” rufen und kräftig mit beiden Händen gegen die Verglasung hauen – bis die junge Dame endlich ein Ei überreicht. Nicht danke sagen, nicht zahlen, sich grußlos umdrehen und gehen, von draußen aber nach einer schwankenden, angetrunken wirkenden Pirouette noch einmal unerwartet durch das Schaufenster hineinwinken, machomäßig grinsen und Küßchen werfen, woraufhin gleich alle drei Verkäuferinnen in höchsten Tonlagen “hach, ist der süß” flöten.

Bei gewissen Sachen weiß ich ganz sicher, der Sohn kann es besser als ich, das muß ich gar nicht erst probieren. Obwohl ein Versuch vielleicht doch reizvoll wäre.

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