Und dann gibt es Bücher, die wahrscheinlich jeder schon kennt, nur ich nicht. Und die so komisch sind, daß die Herzdame nachts von meinem Lachen aufwacht und was von „keine Rücksicht auf Schwangere“ murmelt.
Bora Cosic: Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution. Aus dem Serbischen von Mirjana und Klaus Wittmann. Zuerst erschienen 1969. Der Roman beginnt so:

„Mama nähte einen Beutel. Auf den Beutel stickte sie die Buchstaben „Für Zeitungen“. Sie stickte auch noch Papa drauf, wie er mit heruntergelassener Hose auf dem Klo sitzt und liest. Die Stickerei war dreifarbig, eine für Papa, eine für die Hose, eine für die Zeitung. Papa sah auf dem Beutel aus wie im Leben, nur daß er, anders als in Wirklichkeit, mit Glatze dargestellt war, wahrscheinlich aus Rache. In den Beutel steckten sie Zeitungspapier, kleingeschnitten mit dem großen Küchenmesser. Die Zeitungen zerschnitt Opa, aber nur solche, die Papa schon ausgelesen hatte. Das alles habe ich in dem Hausaufsatz „Unser Leben auf dem Klo und anderswo“ beschrieben. Mama sagte: „Was ist das für eine Schweineschule, der nichts heilig ist, entsetzlich!“ Ich antwortete: „Als ob ich gefragt werde!“

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