Ein ganz normaler Vormittag. Die Herzdame geht zum Schwangerenyoga, ich stehe mit dem Sohn auf dem Spielplatz in einer Pfütze und buddele Schlamm von links nach rechts, weil der Sohn gerade ein Baudawadabida ist, wobei es sich um sein Wort für Bauarbeiter handelt. Mein Handy klingelt, es ist die Mutter der Herzdame. “Ich kann meine Tochter nicht erreichen, ist sie im Kreißsaal?”

Nein, beruhige ich, sie macht nur Yoga. Auch bei Hochschwangeren kommt es vor, daß sie einmal kurz nicht erreichbar sind. Ich lege auf. Kurz darauf klingelt das Handy wieder, es ist ein Freund der Herzdame. “Ich kann sie nicht erreichen, ist es soweit?”

Nein, sage ich, sie macht nur Yoga. Auch bei Hochschwangeren kommt es vor, daß sie einmal kurz nicht erreichbar sind. Ich lege auf. Kurz darauf klingelt das Handy wieder. Es ist eine Freundin der Herzdame. “Na”, fragt die Freundin, “erwische ich dich vor dem Kreißsaal?”

Nein, beruhige ich, sie macht nur Yoga. Auch bei Hochschwangeren kommt es vor, daß sie einmal kurz nicht erreichbar sind. Ich lege auf. Kurz darauf klingelt das Handy wieder.

Ich drücke den Anrufer weg und rufe die Herzdame an, die jetzt auf dem Rückweg sein muß. Ich will ihr von den ganzen Verrückten erzählen, die uns so übernervös belagern. Sie geht nicht ran. Ich warte entspannte zehn Minuten ab. Ich rufe wieder an, sie geht nicht ran.

Ich schreibe ihr eine SMS, ob sie noch ganz bei Trost sei, länger als zehn Minuten nicht erreichbar zu sein.

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