Ich wasche die Töpfe ab, die nicht in die Spülmaschine passen, der Sohn steht auf einem Hocker daneben und guckt mir interessiert zu. Ich mache das Wasser an und sage „Wasser“, der Sohn nickt verständig und sagt „Wassa“. Ich nehme den Schwamm und sage „Schwamm“, der Sohn nickt und sagt „Schamm!“. Ich reibe an dem Topf herum und sage „schrubben“, der Sohn nickt und sagt „schrubba“. Spracherziehung ist sehr entspannt und einfach, man macht irgendwas und spricht vor sich hin, der kleine Papagei spricht nach und lernt. Vielleicht. Ganz unwichtig, ob sie schon alles verstehen, was sie da nachplappern, irgendwann kommt das schon. Bis dahin kann man einfach beliebig viele Wörter einfüllen, die teils bewußt, teils halbbewußt und teils völlig gedankenlos als Echo zurückgeworfen werden. Stundenlang. Ich puste Schaum vom Topf und sage „Schaum“, der Sohn pustet auch und sagt „Aum“.

Ich schiebe den Topf zur Seite, zeige darauf und sage „sauber“. Der Sohn hebt den Zeigefinger, deutet auf einen ganz kleinen Krümel, der noch daran klebt und sagt „nein“.

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