Wer übrigens in der Lage ist, einem zweijährigen Jungen im weit fortgeschrittenen Großerbruderwahn am frühen Morgen wortreich und unter zahllosen Wiederholungen der immer gleichen Argumente klarzumachen, daß es wirklich nicht möglich ist, den kleinen Bruder mit in die Kita zu nehmen, obwohl es doch offensichtlich Bruderpflicht ist, Anwesenheit und Zustand des anderen spätestens alle 15 Minuten zu überprüfen, da die Eltern ja mal vergessen könnten, den Schnuller nachzuschieben und er nicht mit letzter Sicherheit wissen kann, ob sie ihn auch wirklich genug streicheln, während er nicht da ist, also wer das schafft und es dann auch noch hinbekommt, daß der Größere nach reichlich tragischer, geradezu opernhafter Abschiedsszene vom kleinen Schützling einigermaßen gutgelaunt das Haus verläßt und tatsächlich fröhlich in der Kita eintrifft und dann den Versprechungen des Vaters soweit traut, daß ein paar Stunden friedlichen Spiels mit anderen Kindern in seinem Alter möglich sind – wer das schafft, der kann wahrscheinlich auch erfolgreich Gebrauchtwagen verkaufen. Oder Heizdecken auf Kaffeefahrten.

Was man eben so nebenbei lernt, wenn man Kinder hat.

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