Schnell noch eine Bildungslücke geschlossen, bevor das Jahr endet. Noch nie etwas von Ford Madox Ford gelesen, das wird dann ja einmal Zeit, könnte man denken, nachdem man den Namen tausendmal in Literaturgeschichten wahrgenommen hat. Mehr über Ford Madox Ford, wenn ihnen gar nichts dazu einfällt, gibt es z.B. hier. „Keine Paraden mehr“, ein Roman, der im ersten Weltkrieg spielt, erschien zuerst 1924. Die Übersetzung von Joachim Utz beginnt so:

„Wer hier eintrat, fand sich einem unaufgeräumten, rechteckigen Raum, feucht vom warmen Schwitzwasser einer Winternacht und erfüllt von dem braun-orangenen Staub des Lichts. Er hatte die Form eines von einem Kind gezeichneten Hauses. Drei Gruppen braun bekleideter, mit messinggelben Tupfern besprenkelter Körper wurden von Lichtstrahlen aus einem durchlöcherten, mit glühenden Kohlen gefüllten Eimer beleuchtet, der mit einem trichterförmigen Blech abgedeckt war. Zwei Männer kauerten auf dem Boden neben dem Bunkerofen, als hätten sie hierarchische Gründe kleiner zu sein; vier, zwei an jedem Ende der Hütte, waren in einer Haltung äußerster Gleichgültigkeit über dem Tisch zusammengesunken.“

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