Ich gehe mit Sohn I zur Kita, wie jeden Morgen an der Mauer des Spielplatzes entlang. Als ich um die Ecke biegen möchte, um zum Bäcker zu gehen, bleibt er auf einmal stehen und guckt entgeistert. Er dreht sich um und geht ein Stück zurück, beugt sich vor und guckt auf den Boden. Geht ein paar Meter, dreht sich wieder um und sucht die Steinplatten noch einmal genau ab. Dann setzt er sich hin und sieht sich seine Schuhe an, alles mit großem Erstaunen im Gesicht. Er sitzt, denkt nach und guckt ratlos. Ich möchte weiter, es ist sehr früh, es ist sehr kalt, ich habe keine Lust auf ein Sit-In an der Spielplatzmauer. Da nimmt er mich an der Hand, zieht mich zurück, zeigt auf das letzte Stück Weg, geht zwei, drei Meter mit mir gemeinsam und teilt mir dann mit, was ihn so verwundert, was so gar nicht in sein Weltbild passen will: „Keine Hundekacka! Bin ich in nichts reingetretet!“

Man muß die Wunder nehmen, wie sie kommen.

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