Wir sitzen am Sonntagnachmittag in der Küche und trinken Kaffee. Sohn  I langweilt sich etwas und beginnt, die Schränke auszuräumen. Schüsseln, Schalen, Töpfe, alles wird auf dem Fußboden neu arrangiert. Dann füllt er die herumliegenden Bauklötze seines kleinen Bruder in einen Topf. Schön, denke ich, diese angenehme Phase der Phantasiespiele, ganz einfache Haushaltsgegenstände reichen aus, um sich stundenlang zu beschäftigen, aus der Backform wird ein Herd, aus den Bauklötzen Gemüse – und man muß als Vater nichts dabei tun. „Na, mein Sohn“, sage ich, „kochst du uns ein leckeres Abendessen?“

Er guckt mich irritiert an und sagt dann: „Nein. Stapel ich nur Bauklötze in einen Topf.“

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