Eines dieser Bücher, die einem in Hände fallen, wenn im Regal nach etwas ganz anderem sucht und an deren Lektüre man sich nicht mehr recht erinnern kann, außer einem diffusen „war nett“. Also noch einmal genau nachgesehen: Erich Kästner – Als ich ein kleiner Junge war. Das Buch erschien zuerst 1957. Nach den ersten Seiten erscheint es mir wesentlich onkelhafter, als ich Kästner eigentlich erinnere und der allzu üppige Gebrauch von Ausrufezeichen nervt doch sehr, aber wahrscheinlich bin ich einfach nur schlecht gelaunt. Das Buch beginnt so:

„Wer von sich selbst zu erzählen beginnt, beginnt meist mit ganz anderen Leuten. Mit Menschen, die er nie gesehen hat und nie gesehen haben kann. Mit Menschen, die er nie getroffen hat und niemals treffen wird. Mit Menschen, die längst tot sind und von denen er fast gar nichts weiß. Wer von sich selber zu erzählen beginnt, beginnt meist mit den Vorfahren.“

Und meine schlecht gelaunte innere Stimme sagt schon zu diesem ersten Absatz: „Nein, was für ein Unsinn. Warum hat denn das „meist“ keiner gestrichen? Wo es doch so offensichtlich nicht stimmt?“

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