Sohn I und sein Kumpel spielen Fußball mit dem zerbissenen Gummispielzeug eines Hundes, irgendwo auf der dritten Deichlinie der Halbinsel Eiderstedt. Sohn II und sein Kumpel lassen sich dazwischen kichernd deichabwärts rollen, um dann den langen, langen Weg wieder nach oben zurückzukehren. Auf dem Feld gegenüber reifes Korn, dahinter eine Weide, dahinter hört man Schafe. Auf der anderen Seite Kühe, eine davon steht bis zum Euter in einem algengrünen Tümpel, um sich abzukühlen. Wir essen Brötchen mit fingerdick geschnittenen Mettwurstscheiben vom Markt. Eine Wolke von Bienen belagert die Kletterrosen vor den Fenstern unter dem Reetdach. Das Wetter wird ganz, ganz langsam schlechter, wenn es so weitergeht, wird man in wenigen Tagen noch irgendwas mit langen Armen anziehen müssen – wenn man es denn wiederfindet. Dunkel dämmert uns, so etwas einmal besessen zu haben. Die Seite mit dem Wetterbericht baut sich gemächlich und Zeile für Zeile auf dem Bildschirm auf, das Internet ist hier langsam wie eine Wanderdüne. Wir schlagen „Regen“ im Lexikon nach und erinnern uns.

Und mehr ist gerade nicht los.

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