Früher gab es Eltern und Kinder, und die Eltern waren stets  ein Paar und die Kinder waren viele. Heute sind die Eltern mal ein Paar und mal auch nicht, und wenn sie gerade keines sind, so doch vielleicht schon morgen wieder, wenn auch in ganz anderer Konstellation. Die Kinder sind nicht mehr so viele, aber in einem erweiterten, patchworkähnlichen Familiensurrogatkonstrukt vielleicht plötzlich doch. Wenn man andere Eltern kennenlernt, braucht man  manchmal eine ganze Weile, bis man wirklich verstanden hat, wer da mit wem wie zusammengehört.  Das geht Erwachsenen so, das geht Kindern nicht anders.  Ein Spielplatzgespräch:

Sohn I:  „Wer ist denn der Mann?“

Ich:  „Welcher Mann?“

Sohn I:  „Der von der Frau.“

Ich:  „Von welcher Frau denn?“

Sohn I:  „Der von dem anderen Mann.“

Ich:  „Äh, welcher andere Mann?“

Sohn I:  „Na der andere eben. Mit der Frau. Der anderen.“

Ich:  „Was?“

Sohn I:  „Wer der Mann ist! Der von der Frau von dem anderen, wo nicht der ist!  Mit der Tochter! Von die Frau mit dem Mann, aber nicht seine! Und wo doch der Bruder war!“

Ich:  „Das hab ich nicht verstanden.“

Sohn I:  „Ich auch nicht. Und wer ist das jetzt?“

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