Sohn I steht am Morgen im Badezimmer und zieht sich seine Unterhose an. Seit er Unterhosen mit Monstern drauf hat, zieht er sie gerne vor einem Spiegel an, damit er auch wirklich alle Monster sehen kann. Er ist sehr stolz auf seine Monsterunterhosen. Die Herzdame steht neben ihm und zieht sich ebenfalls an. Der Sohn vergleicht mit kritisch prüfendem Blick die Unterwäschenmode. „Das ist eine Männerunterhose, oder?“ fragt er die Herzdame und zeigt an sich herunter. „Ja“, sagt die Herzdame, „das ist eine Unterhose für Männer. Oder sagen wir lieber für Jungs.“ „Und das da“, er zeigt auf seine Mutter, „das da ist eine Unterhose für Frauen, ja?“ Die Herzdame verkneift sich pädagogisch korrekt das Lachen und sagt „Genau, das ist eine für Frauen. Und was ist jetzt der Unterschied?“ Der Sohn guckt noch einmal genau hin. Geht einmal um die Herzdame herum, als würde er sich jedes Dessousdetail einprägen müssen, bevor er die Frage korrekt beantworten kann. Dann sieht er wieder auf seine eigene Unterhose. Bunt. Mit Monstern drauf. Und Eingriff. Er guckt wieder zur Herzdame. Denkt nach.

Dann sagt er: „So etwas Tolles tragen Frauen wohl nicht.“

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