Was macht man, wenn man vor lauter Arbeit und Projekten schon nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht? Wenn die Söhne dazu gerade noch eine doppelt rebellische Phase haben und jedes Zimmer, das sie betreten, binnen zehn Sekunden komplett zerlegen, sich selbst eingeschlossen? Wenn noch die schöne herbstliche Tradition dazu kommt, daß an jedem Morgen einer aus der Familie krank aufwacht und man aus dem heiteren Symptomeraten gar nicht mehr herauskommt? Wenn die Kinder nachts partout nicht schlafen wollen und man sich nicht erinnern kann, je im Leben so durchgenudelt durch die Wochen gekommen zu sein? Wenn man also den ganzen Tag denkt, noch ein Projekt, noch eine Aufgabe, noch irgendeine winzige Zumutung und ich werde auf der Stelle komplett wahnsinnig, binde mir Glöckchen an die Fußgelenke und tanze hysterisch singend über den Jungfernstieg? Genau, dann geht man eine Wohnung besichtigen, in die man – wenn man sie den kriegen würde – sofort einziehen könnte und eigentlich auch müßte. Weil, so einen Umzug, den macht man ja nebenbei. Weiß man ja. Paar Kartons packen eben, das ist ja einfach.

Aber sonst haben wir alles im Griff. Quasi.

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