Ein Vater im Freundeskreis hat seinen fünfjährigen Sohn für ein paar Minuten allein in der Wohnung gelassen, weil er schnell mal in die Garage gehen mußte, um von dort etwas zu holen. Der Sohn spielte friedlich im Kinderzimmer, das Risiko schien überschaubar zu sein. Ausgerechnet in diesen wenigen Minuten kam der Postbote und brachte zwei große Pakete, die der Kleine mit Interesse dankend entgegennahm und natürlich auch gleich auspackte.

Der Vater steht jetzt vor der schwierigen bis unlösbaren Aufgabe, seinem Sohn zu erklären, wieso die Geschenke von seinem Wunschzettel erstens nicht zu Weihnachten und zweitens nicht vom Weihnachtsmann gebracht werden. Er wird darüber hinaus seiner Frau erklären müssen, wieso er das Kind ohne ihr Wissen allein zu Hause läßt, weiterhin womit der Sohn nun am 24. beschenkt werden soll – und was er selbst in diesem Jahr eigentlich an Weihnachten machen möchte.

Es ist immer wieder faszinierend, wieviel sich in ein paar Minuten ändern kann.

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