Sohn I: „Papa, was liest du da?“

Ich: „Grunewaldsee, ein neues Buch von Hans-Ulrich Treichel. Den mag ich.“

Sohn I: „Warum heißt das Grunewaldsee?“

Ich: „Weil es da spielt. An dem See.“

Sohn I: „Mit Piraten?“

Ich: „Nein, ohne.“

Sohn I: „Ach.“

Ich: „Ja.“

Sohn I: „Was ist denn das für eine Geschichte?“

Ich: „Ein Mann liebt eine Frau, aber sie leben in verschiedenen Städten.“

Sohn I: „Und am Ende heiraten sie?“

Ich: „Das weiß ich noch nicht. Aber ich glaube nicht. Wie gesagt, es ist alles eher schwierig.“

Sohn I: „Warum schwierig?“

Ich: „Weil sie sich lieben, aber nicht zusammen sein können.“

Sohn I: „Ja und?“

Ich: „Na, das ist doch schwierig, wenn der, den man ganz doll  lieb hat, nicht da ist.“

Sohn I: „Dann kann man sich doch selber lieb haben. Auch ganz doll. Und das Heiraten kann man spielen. Mit Verkleiden.“

Ich: „Äh…“

Sohn I: „Lies mal was vor, bitte.“

Ich: „Den ersten Tag im Haus verbrachte er mit dem Einräumen des Zimmers. Er stellte fest, daß ein Kleiderschrank fehlte.  In seinem Schlafraum gab es nur ein Holzregal mit einem Vorhang davor, in das er Hemden und Wäsche legte. Alles andere…“

Sohn I: „Ich glaube, ich möchte jetzt doch lieber noch einen Film sehen.  Mit Piraten.“

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