Ich habe das wirklich selten. Ich sehne mich nicht nach der Kindheit zurück, ich bin ganz gerne erwachsen. Ich bin kein Spieltyp, ich möchte nicht Stunden sinnlos mit Albernheiten zubringen, auch nicht mit Fußbällen oder Legosteinen, auch nicht mit Brettspielen oder Zeichentrickfilmen, das fehlt mir alles nicht, das ist nicht mehr meine Welt. Mir reicht der Spaß, den ein normales Erwachsenenleben hergibt, vollkommen aus.

Aber wenn ich Sohn I im Baumhaus im Heimatdorf sehe, wie er grinsend hoch oben zwischen den Ästen sitzt, seinen Eimer mit Obst und Schätzen am Seil hochzieht und dann seine Schuhe auszieht und runterwirft, weil ein Kind auf einem Baum nun einmal keine Schuhe braucht – dann möchte ich sofort wieder Kind sein und über die Äste turnen und mitbauen und weiterbauen und höher klettern und oben bleiben und erst wieder runterkommen, wenn es dunkel wird und der Wind von den Feldern her aufkommt und das Laub dumpf und kräftig nach Abend riecht und hinten im Haus die Lichter angehen und jemand von drinnen ruft, dass es Essen gibt.


 

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