Kleinkinder spielen mit der Sprache, das ist normal und zu erwarten. Sie verdoppelnpopoppeln Silben, sie verdrehen Begriffe und verwirbeln Satzgefüge, dass man nicht mehr weiß hinten und vorne wo ist. Die Grammatik wird gebeugt, gebogen und gebiegt, vielleicht sogar zerbrecht, Kinder spielen mit allem, also machen sie auch alles kaputt, warum sollte die Sprache eine Ausnahme sein. Auch das sind nur Phasen, auch das geht vorbei und schon nächste Woche gibt es eine neue Sprachmacke, vielleicht wird dann alles nur noch singend vorgetragen, womöglich zur Melodie von O Tannebaum, vielleicht werden aber auch alle Vokale ausgewuchselt, vielleicht wird alles sehr laut gesprochen oder im Gegenteil kaum hörbar geflüstert, dass man ein Fledermausgehör benötigen würde, um das Kind zu verstehen, man weiß es nicht. Aber eines weiß ich: Diese verdammte i-Phase im Sprachgebrauch von Sohn I muss dringend wieder aufhören. Immer, wenn er morgens aus dem Betti aufsteht, eine gute Nachti gehabt hat, seine Puschis anzieht und zum Tischi geht, weil er nach dem Schlafi so großen Hungi hat, kriege ich schlimme Aggressioni.


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