Hallamati 2011

Die Kinder sitzen mit glühenden Wangen im Kindergarten, schneiden, falten, malen und kleben und gestalten mit großer Mühe und Hingabe die eigene Laterne. Die Zunge zwischen den Zähnen, alle Finger voller Klebstoff, Glitzer im Gesicht und Farbflecken überall, so arbeiten sie für den großen Tag. Den Tag des heiligen Martins, der den Lesern hier vielleicht noch als Hallamati bekannt ist, wie Sohn I ihn früher zu nennen pflegte. Diese Vorfreude auf den Lauf durch das abendliche Dunkel! Die freudige Erwartung, die eigene, unter großen Mühen verfertigte Laterne endlich neben den hundert anderen leuchten zu sehen! Soweit die Theorie. Die Praxis entnehme man bitte meinem morgendlichen Dialog mit Sohn I:

Ich: „Na, habt ihr denn auch schon eure Laternen fertig gebastelt? Morgen ist es ja soweit!“

Sohn I: „Weiß nicht.“

Ich: „Wie, weiß nicht? Ich denk ihr baut seit Tagen dauernd an den Funzeln rum?“

Sohn I: „Weiß nicht. Da wird so viel gebastelt, im  Kindergarten, da hab ich ganz den Überblick verloren. Man klebt ja dauernd irgendwas zusammen.“

 

Hier übrigens die Hallamati-Einträge 2009 und 2010.