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Seit ich diese kleine Reihe „Auf dem Arbeitsweg“ angefangen habe, und morgens mit dem Handy irgendetwas Sehenswertes fotografiere, gehe ich nur noch zu Fuß zur Arbeit. Ich könnte auch die S-Bahn nehmen, das wäre bequemer und viel schneller, aber da sieht man natürlich nichts, außer schlechtgelaunten Menschen. Ich gehe also zu Fuß, durch den gentrifizierten Teil des Bahnhofsviertels, durch den Multikultiteil des Bahnhofsviertels, über abartige Ausfallstraßen, durch die Bürowüste der City-Süd.

Das beweist wieder, was altgediente Blogger natürlich längst wissen: Bloggen ist gesund und hält fit. Es macht schlank und schön, es ist nicht nur bio  – kein Massencontent – alles sorgsam auf dem eigenen Mist gezogen – sondern auch regio. Es schont die Umwelt, schärft den Blick und garantiert seidiges Fell und feste Krallen. Blogger nehmen ihre Umgebung genauer als andere wahr, sehen schärfer hin, hören besser, riechen besser  und stehen öfter im Weg.  Kein Sport ohne Risiko.

Wenn ich wieder bei einem Arzt in einem Formular nach meinen Sportarten gefragt werde, schreibe ich da einfach „Blog, Foursquare, Instagram“ hin. Passt schon.

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