Över de stillen Straten
Geit klar de Klockenslag;
God Nacht! Din Hart will slapen,
Un morgen is ok en Dag.

Din Kind liggt in de Weegen,
Un ik bün ok bi di;
Din Sorgen un din Leven
Is allens um un bi.

Noch eenmal lat uns spräken:
Goden Abend, gode Nacht!
De Maand schien op de Däken,
Uns’ Herrgott hölt de Wacht.

Ein Gedicht von Theodor Storm, das singt die Herzdame hier abends am Bett der Söhne. Als Schlaflied wohl ziemlich unbekannt, aber doch sehr schön. Ich finde auf Youtube leider keine Aufnahme, die mir wirklich gefällt, die Melodie kann man aber immerhin dieser Chorversion entnehmen. Es gibt eine ganz wunderbare Version von Lale Andersen, aber wohl nicht online. Das muss man sich ohne viel instrumentale Begleitung vorstellen, nur eine Stimme, und sie darf nicht zu schön sein. Ein dunkles Zimmer und leise atmende Kinder. Mit Glück etwas Mondschein vor dem Fenster. Eine ansonsten ruhige Wohnung. Und dann ist es sehr, sehr schön. Und ein Stück Heimat.


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