Wenn ich ein Thema nicht mehr hören kann, dann ist es die Wohnungsssuche. Wenn es ein Thema gibt, das hier komplett den Alltag bestimmt, dann ist es die Wohnungssuche. Man kann sich darüber an jeder Ecke in deprimierendster Weise mit anderen Eltern austauschen, vor allem mit denen, die auch zwei Kinder haben. Denn die suchen alle die gleichen nicht-existenten, bezahlbaren 4-Zimmer-Wohnungen. Mittlerweile sind wir im kleinen Bahnhofsviertel so weit, dass man ganz ernsthaft Gerüchte über Wohnungen diskutiert, die eventuell in zwei Jahren frei werden könnten. Das Stadtviertel ist wirklich nicht groß, man kennt sich eben. Das ist natürlich albern, über diese Wohnungen muss man nämlich eigentlich gar nicht nachdenken. Denn alle Wohnungen, die hier frei werden, werden „topsaniert“ und kosten dann Mieten, über deren Höhe man nur noch lachen kann. Man kann nur gar nicht mehr lachen.

Ein Zimmer mehr, das kann man sehr einfach herunterbrechen, das würde uns – ganz egal in welcher Größe – fünf- oder sechshundert Euro im Monat mehr kosten, wenn wir in diesem Stadtteil bleiben wollen. Und zwar selbst dann, wenn die Grundfläche der Wohnung dabei genau so groß wie unsere jetzige oder sogar kleiner ist.

Und jetzt machen wir es einfach so, damit sich bei dem Thema endlich etwas bewegt: wir legen jeden Monat den Betrag zurück, den wir sparen, weil wir keine Wohnung auf dem Mietniveau haben, das hier jetzt üblich ist.  Dann lebt man eben eine Weile von Knäckebrot, das geht auch! Wir parken das Geld auf einem Sparkonto und wenn zwei Jahre herum sind, kaufen wir davon einen alten Gutshof in Mecklenburg, mit Fischrechten und Jagd und Ponyhof.

Nein, schon gut, kleiner Scherz. Ganz so ist es auch nicht. In Wahrheit kann man in Mecklenburg natürlich schon nach einem Jahr Sparen so etwas kaufen.

Das Thema macht mich wahnsinnig.

 

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