Deswegen werde ich hier gelegentlich Geschenke empfehlen, sofern sie mir sinnvoll vorkommen und ich einen persönlichen Bezug dazu habe. Keine bezahlte Werbung, nein, nein.

Kinder kocht

Aber wenn Menschen, die ich persönlich kenne, Kochbücher schreiben oder gestalten, dann weise ich gerne darauf hin, nicht nur bei Stevan Paul, der hier wöchentlich vorkommt, sondern auch bei Nelly Mager, die an “Kinder, kocht!” beteiligt war. Erschienen im AT-Verlag, geschrieben von eben jener Nelly und Claudia Seifert, Gesa Sander und Julia Hoersch. Ein Kochbuch für Kinder also. Das findet Sohn I natürlich völlig angemessen, denn ich habe sehr viele Kochbücher und er hatte bisher gar keins. Er kann zwar nach wie vor nicht lesen, findet aber die Gestaltung des Buches sehr gelungen, zumal da auf den Bildern auch Kinder auftauchen, die er persönlich kennt – wie toll ist das denn.

Er hat das Buch dann auch sofort studiert und eine ganze Reihe von Rezepten zum sofortigen Nachkochen vorgeschlagen. Die aber durch die Bank nicht in Frage kamen, denn das Buch ist nach Jahreszeiten sortiert und er hat sich leider im Frühling festgelesen. Das wurde also mangels Erdbeeren etc. erst einmal nichts und kurz darauf wurde hier alles etwas außerplanmäßig, weil die Herzdame krank wurde, das ist im Ablauf des Alltags überhaupt nicht vorgesehen. Sohn I fiel aber sofort ein, dass in dem Kochbuch weiter hinten irgendwas mit einem kranken Teddy drin war, das müsste doch auch für die Herzdame gehen? Essen zum Gesundwerden? Die Hühnersuppe war es natürlich, die dem kranken Teddy da helfen sollte und wir haben also Hühnersuppe gekocht und zack, der Herzdame ging es am nächsten Tag schon besser. Wie es sich gehört.

Suppengrün

Warum neben diesem Suppengrün ein Skater mit Ritterhelm steht, das entzieht sich leider meiner Kenntnis. Wenn man mit Kindern kocht, muss man einiges so hinnehmen. Aus dem Gemüse wurde jedenfalls die Basis für die Hühnersuppe mit Buchstabennudeln, die sehr gut geschmeckt hat, auch wenn die Bilder von ihr nichts geworden sind. Das lag aber hauptsächlich an dem nur mäßig attraktiven Eierstich, der im Originalrezept gar nicht steht, aber für Sohn I unbedingt zur Hühnersuppe gehört. Aus unerfindlichen Gründen liebt das Kind Eierstich. Er macht aber sonst einen ganz normalen Eindruck.

Suppe

Die Söhne fanden das Buch “richtig schön” und das haben sie bisher noch von keinem Kochbuch gesagt, auch nicht von denen, die ich richtig schön finde. Da haben die Damen als bei der Gestaltung etwas richtig gemacht und den Kindergeschmack getroffen. Neben den jahreszeitlichen Rezepten gibt es auch Sonderseiten für Outdoor und für Gerichte aus anderen Ländern.

Exakt passt das Buch vermutlich für etwa Achtjährige, aber es ist natürlich auch kein Problem, es jüngeren Kindern zu erklären. Nach oben hin bin ich mir nicht sicher, da kenne ich mich nicht aus. Also rate ich mal, dass es Kinder bis etwa elf Jahre anspricht. Als Erstkochbuch gut geeignet, mit vielen Erklärungen, für die man keine Vorkenntnisse braucht – das kann man gut verschenken.

Kochbuch

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